{"id":271,"date":"2009-10-25T18:31:08","date_gmt":"2009-10-25T17:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/quickert.com\/blog\/?page_id=271"},"modified":"2011-03-06T21:32:59","modified_gmt":"2011-03-06T20:32:59","slug":"muse-the-resistance-2009","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/quickert.com\/blog\/meine-cd-sammlung\/muse-the-resistance-2009\/","title":{"rendered":"Muse &#8211; The Resistance"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_274\" aria-describedby=\"caption-attachment-274\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-274 \" title=\"Muse_The Resistance\" src=\"https:\/\/quickert.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Muse_The-Resistance-300x300.jpg\" alt=\"Muse_The Resistance\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/quickert.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Muse_The-Resistance-300x300.jpg 300w, https:\/\/quickert.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Muse_The-Resistance-150x150.jpg 150w, https:\/\/quickert.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Muse_The-Resistance.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-274\" class=\"wp-caption-text\">Muse - The Resistance (2009)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Muse sind noch nie auf Nummer sicher gegangen. Jedes ihrer Alben war ein neues, spannendes Klangabenteuer, das dem H\u00f6rer anfangs einiges an Konzentration abverlangte. Auch <em>The Resistance<\/em> ist keine Fastfood-Platte, sondern originelle musikalische Filigrankunst. Als &#8222;entschlackter&#8220; und &#8222;elektronischer&#8220; k\u00fcndigten Muse ihr f\u00fcnftes Studioalbum im Vorfeld an, und tats\u00e4chlich klingt <em>The Resistance<\/em> deutlich reduzierter und weniger gitarrenlastig als der grandiose Vorg\u00e4nger <em>Black Holes &amp; Revelations<\/em>. Es sind zwar auch vereinzelt typische Muse-Riffgewitter wie &#8222;Unnatural Selection&#8220; zu finden, der Schwerpunkt liegt jedoch ganz klar auf ruhigeren und Keyboard-lastigeren St\u00fccken. Ein Song wie &#8222;Undisclosed Desires&#8220; schl\u00e4gt den Bogen zu Wave-Gr\u00f6\u00dfen wie Depeche Mode, mit &#8222;Resistance&#8220; liefern die drei Engl\u00e4nder einen geschickt zwischen treibend und sph\u00e4risch pendelnden Mainstream-Rock-Hit ab, und auch ansonsten dominieren aufs Notwendigste reduzierte Arrangements und klare, einpr\u00e4gsame Melodielinien, die von Frontmann Matthew Bellamy nicht mehr ganz so oft im oberen Bereich seines beachtlichen Stimmumfangs gesungen werden. Selbst das gro\u00dfartige dreiteilige Epos &#8222;Exogenesis: Symphony&#8220; mit seinen Klassikeinsch\u00fcben kommt schn\u00f6rkellos und federleicht daher. Freunde der progressiveren, bombastischen Muse werden allenfalls beim stark an Queen und Led Zeppelins &#8222;Kashmir&#8220; angelehnten &#8222;United States Of Eurasia&#8220; an Alben wie <em>Absolution<\/em> erinnert. Die Band hat sich mal wieder sp\u00fcrbar weiterentwickelt, und erneut ist es f\u00fcr die H\u00f6rer eine Herausforderung, ihr auf ihrem Weg zu folgen. Man kann Matthew Bellamy vieles vorwerfen: dass er zu verkopft ist, bestimmte Sounds immer wieder durchnudelt oder Pathos in gro\u00dfen Mengen zum Fr\u00fchst\u00fcck futtert. Doch eins ist sicher: Der Muse-Chef ist nicht nur irrwitzig kreativ, er hat auch einen Heidenspa\u00df an Musik. Wie ein kleines Kind will er am liebsten jedes vorhandene Spielzeug gleichzeitig nutzen und hat es inzwischen zur Meisterschaft darin gebracht, Unmengen von Kl\u00e4ngen, Rhythmen, Emotionen und Stilen in einem Album zusammenzuwursten. Klingt gruselig, ist aber eine sehr unterhaltsame Sache. Dann zum Beispiel, wenn aus komplexen und intellektuellen Klanggebilden pl\u00f6tzlich ein Abba-Zitat hervorpiekt oder Backgroundch\u00f6re alte Queen-Zeiten wiederbeleben. Bei allem Zitieren und Frickeln haben Muse aber nicht vergessen, worauf es ankommt. Und so finden sich auch auf dem vierten Studioalbum der Briten jede Menge bezwingende Refrains, tanzbare Beats und Pophymnen. Und wenn man sich schon bei den ersten Kl\u00e4ngen der CD zu Hause f\u00fchlt, wen schert dann schon der Showdown, bei dem sich Bellamy in einer schw\u00fclstigen Rockklassiksymphonie verheddert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muse sind noch nie auf Nummer sicher gegangen. Jedes ihrer Alben war ein neues, spannendes Klangabenteuer, das dem H\u00f6rer anfangs einiges an Konzentration abverlangte. Auch The Resistance ist keine Fastfood-Platte, sondern originelle musikalische Filigrankunst. 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