Was für eine Rückreise

Jede Urlaub endet mit der Rückreise und diese sollte natürlich nicht dazu beitragen, dass die vergangenen, erholsamen Tage in Schutt & Asche gerissen wird. Doch die Abfertigung auf dem Flughafen von Kreta bewirbt sich jedes Jahr aufs Neue, einem die Tage doch noch zu vermiesen. Denn der hiesige Flughafen ist schon etwas Besonderes. Wenn man für „Chaotisch, Überfüllung und Unfähigkeit“ einen Maßstab sucht, hier würde man seinen Meister finden. Denn was hier jedes Jahr abläuft, sucht schon seines Gleichen.

Daher bieten einem auch die jeweiligen Gesellschaften gönnerhaft an, für eine schlanke Kostenpauschale von 40 EUR pro Person, den Check-In bis hin zum Flugzeug als „VIP-Kunde“ zu genießen. Ein Schelm der dabei Geschäftemacherei vermutet.

Dieser Offerte sind wir natürlich nicht erliegen, sondern haben uns todesmutig in die Flughafenhalle begeben. Und was soll ich sagen, in diesem Jahr sind wir durch viel Glück relativ geschmeidig durch die Abfertigungen gelangt.

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Doch bekanntlich haben die Götter das letzte Wort, und so kam es, dass wir kurz bevor wir ins Flugzeug gelangten, noch 20 Minuten auf dem Rollfeld – in brütender Hitze! – auf den Bus warten durften. Im Flugzeug schließlich angekommen, wurde uns vom wirklich freundlichen Flugpersonal umgehend mitgeteilt, dass sich aufgrund von fehlenden Servicekräften am Flughafen die Abwicklung des Starts bis zu einer weiteren halben Stunde verzögern dürfte. Somit sind wir mit einer geschlagen Stunde Verspätung (!) in Kreta losgekommen!
Und man möchte es nicht glauben, aber Zeus persönlich hat dann noch dafür gesorgt, dass (wiederum) am Hamburger Flughafen für zwei Stunden der Strom ausgefallen war, so dass wir nicht am sonst für Flugzeug dieser Größe vorgesehene Haltepunkt aussteigen konnten, sondern an an einem völlig anderem, an dem man ebenfalls mit dem Bus abgeholt werden musste; was uns nach der eigenen Landung weitere 45 Minuten Verzögerung einbrachte.
Den von uns durch Sitzplatzreservierung avisierten ICE konnten wir so natürlich nicht mehr erreichen. Denn wer plant schon 2 Stunden Verspätung ein!?  Doch zum Glück kann man die vorhandene Reservierung noch unkompliziert umtauschen. Daher sei an dieser Stelle mal mal ein Hoch auf die Deutsche Bahn ausgesprochen.
O.K., zugegebenermaßen könnte man jetzt auch argumentieren, dass der gemeine Grieche dafür nun wirklich nichts konnte. Aber weiß man’s? Ich wäre mir da aber nicht so sicher.
Schlussendlich hatten wir uns jedoch von dem ganzen Hick-Hack die Reise nicht vermiesen lassen und sind Glücklich & Zufrieden gegen 18:30 in Vechelde angekommen.
🙂 Ende gut, alles gut 🙂