Trans Canada Highway (13./14.08.)

Am Donnerstag dem 13.08. begann dann auch der große Transit auf dem Trans Canada Highway #1 (TCH) Richtung Vancouver Island.

Zuvor gingen wir jedoch noch ins Rogers Pass Information Centre. Eine Ausstellung und Filme erläutern hier die Konstruktion von Straße und Eisenbahn durch die Berge und Methoden der Lawinenbekämpfung gestern und heute.

Darüber hinaus erreicht man kurz nach der Glacier National Parkgrenze bereits den Ausgangspunkt des Giant Cedars Trail. Auf einem Boardwalk (500 m) geht es hier durch einen – selbst bei Sonnenschein – schummrigen Regenurwald mit bis zu 800 Jahre alten Rotzedern.

Der Nächste Halt auf dem TCH war dann der Staudamm in Revelstoke. Der Revelstoke Dam ist der leistungsstärkste der kanadischen Staudämme. Etwa 3.000 Arbeiter haben acht Jahre an dem Bau des Dammes gearbeitet. Die Betonmauer des Staudamms ist 175 Meter hoch und 475 Meter lang. Das ist in etwa neun Mal so hoch und sechs mal so breit wie eine Boing 747.

Revelstoke Dam

Das Ziel unserer Reise am ersten Tag sollte 12 km westlich von Salmon Arm der Skimikin Lake Campground (SLC) sein. Salmon Arm (SA) liegt wiederum am Shuswap Lake. Über 1.000 km einsame, bewaldete Uferlinie mit ungezählten Buchten haben diesen See für Hausbootferien populär gemacht. Der Beschreibung nach einer der schönsten Forest Campgrounds, großzügig mit vielen Plätzen am östl. Seeufer. Soweit kann man das auch bestätigen. Aber das der Campground völlig in der Wildnis liegt, die Plumsklos mit Sicherheit zu den ersten in Kanada gehören und der See aufgrund des hohen Schlammanteils ohne anschließende ausgiebige Dusche nicht zu nutzen ist, wurde irgendwie vergessen zu erwähnen. Daher sahen wir uns gezwungen den Rückzug anzutreten, um auf den Pierre’s Point Campground – mit Strand am westlichen SA, Bootsverleih, zwischen See und Bahnlinie – auszuweichen. Und was soll ich sagen, noch so ein Reinfall! Doppelt so teuer als SLC, eng wie in einer Sardiniendose, trocken und staubig, der See ähnlich verschlampt und unbrauchbar, dafür musste man die Duschen extra bezahlen. Wunderbar – Einmal pro Urlaub muss man sich wohl derartiger verars… lassen? Gute Nacht!

Die Weiterfahrt, am zweiten Tag, hatte bis auf zwei Highlights nicht viel zu bieten. Das Land zwischen SA  und Lytton ist geprägt durch extreme Trockenheit. Erst ab Lytton nimmt der Baumbestand wieder merklich zu. Hier mündet auch der Thompson River (TR) in den Fraser River (FR). Dort lässt sich der Zusammenfluss der grün-blauen (TR) und und grau-braunen (FR) Wasserströme einzigartig bestaunen.

Zwischen Alexander Bridge und Boston Bar hielten wir wiederum am Hell’s Gate an; eine Verengung des Fraser River auf nur 34 m. Im Frühjahr müssen diese enge Passage bis zu 15 Mio. Liter Wasser pro Sekunde passieren!

Nach einer kurzen Nacht in Vancouver, sollte ein Tag später die Fähre nach Vancouver Island genommen werden.

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