Von Vegreville nach Edmonton (05.08.)

Das erste Ziel unserer heutigen Tour war der Elk Island National Park (NP)„: Lichte Espenwälder, Grasland, Sümpfe, Seen und Teiche kennzeichnen die Hügellandschaft der Beaver Hills, 45 km östlich von Edmonton. Nicht nur wegen der Topographie, Flora und Fauna präsentiert sich Elk Island als „Insel“, sondern auch hinsichtlich der oasenhaften Ursprünglichkeit – im Gegensatz zur längst von der Landwirtschaft gezeichneten Prärie.

Neben rund 800 Wapitihirsche (Elks) leben in Kanadas einzigem umzäunten NP heute an Großwild noch rund 600 Präriebisons, etwa 400 Waldbisons sowie eine Anzahl Elche.

Wir haben jedoch nur einige Bisons aus dem Auto heraus bestaunen können. Alle anderen Tiere zeigen sich wohl erst wieder zu späterer Stunde. Ich habe es leider verpasst Fotos mit dem iPad zu machen, so dass Ihr die Tiere erst zu Hause bestaunen könnt.

Im Anschluss fuhren wir direkt nach Edmonton zur West Edmonton Mall (WEM), dem immer noch größten Shopping-/ und Entertainmentzentrum in ganz Amerika. Jährlich strömen über 31 Millionen Besucher in die Mall, die bis zum Jahre 2004 sogar das größte Einkaufszentrum der Welt. Die Dimensionen der WEM sind überwältigend. Der von außen unansehnlich wirkende Komplex mit 24.000 (!) Beschäftigten besitzt ein „Innenleben“ von über 800 Läden, 100 Restaurants, 6 Kaufhäusern und 13 Kinos samt 3D-IMAX. Wem Einkaufen und Kinos langweilig werden, kann im Galaxyland im weltgrößten Indoor-Rollercoaster mit 3-Fach-Looping oder in 3D-Bewegungssimulatoren Nervenkitzel suchen. Es warten außerdem Eislaufarena und Minigolf. Auch Seelöwen sind zu bewundern. Im World Waterpark sorgen ein künstlicher Strand, Brandungsbad und 14 unterschiedlichste Wasserrutschen für Badespaß. Wem das noch nicht genug ist, kann sich auch gerne ein Replikat der Santa Maria besichtigen.

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World Waterpark

Wozu das alles jedoch gut sein soll, erschließt sich einem nicht ganz so recht. 😊  Wir sind daher nur ein wenig durch die Mall geschlendert, haben lecker zu Mittag gegessen und ein paar Klamotten eingekauft.

Da wir sowohl im NP (3 Std.), als auch in der WEM (4 Std.) zu viel Zeit verloren haben, schafften wir auch an diesem Tag nicht ganz unser gestecktes Ziel zu erreichen, so dass wir bereits in Nojack, an einem kleinen Campingplatz im Wald, unseren Platz für die Nachtruhe finden mussten.

Nach einem gemütlichen Abendessen – bei leichtem Regen – im Motorhome, haben wir diesen ergiebigen Tag glücklich zu Ende gebracht.

Morgen geht es dann endlich – Richtung Jasper – in die Rockys.

Wetter: Regenschauer, 16 Grad

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