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Depeche Mode zur Tour of the Universe live in Hamburg.

Am 01.07.2009 war es nun endlich soweit: Die Tour of the Universe 2009, von Depeche Mode, gastiert in der HSH Nordbank Arena (in Hamburg), und es war zugleich das letzte Open Air-Konzert der Band in diesem Jahr in Deutschland. Und was soll ich sagen, wir hatten super Glück mit dem Wetter & einen völligen Reinfall mit dem Verkehrsleitsystem der Hansestadt. Sowohl die Anfahrt als auch die Rückfahrt aus der Großstadt stellte sich als reine Katastrophe dar. Aber das sollte & darf natürlich nicht von dem super tollen Konzert der Band ablenken. Was können die schon dafür?

Was (uns) jedoch von Anfang an wirklich gut gefallen hat, war das Stadion! Die neuen Fußballstadien (ohne Tartanbahn) beweisen eins aufs andere Mal, dass sie wahre Partytempel sind sobald eine Band wie Depeche Mode die Bühne vom ersten Ton rockt. Vom Intro zu „In Chains“ bis zum letzten Ton von „Waiting for the Night“ pulsierte das Publikum im Takt der drei Protagonisten wie es ihnen beliebte. Und die enge Atmosphäre des Stadions tat seinen Übriges dazu bei. Das sind Konzerte die einem für immer in Erinnerung bleiben. Auch das „Hamburger Publikum“, wenn nicht gleich als typisches DM-Lager bekannt, machte seine Sache großartig und konnte zu fast allen Liedern textsicher mitsingen. So war es für Dave Gahan zu jeder Zeit ein leichtes das durchbebte Publikum nach seinem Belieben zu führen und zu dirigieren. Kraftvoll, energiegeladen, ausdrucksstark, voll da: Dave Gahan steht nicht auf der Bühne, er regiert sie.

Die Band eröffnet die Show mit zwei Songs vom neuen Album: „In Chains“ und „Wrong“, der ersten Single von „Sounds Of The Universe“. Es folgen viele Songs aus verschiedenen Phasen der Bandgeschichte, wie „Hole To Feed“, „Walking in My Shoes“, „It’s No Good“, „Precious“, „Home“, „Comeback“, „Peace“, „In Your Room“, „I Feel You“, „Policy Of Truth“, „Enjoy The Silence“, „Never Let Me Down Again“.

Der Sound war gut,  wurde jedoch durch das extrem laute Publikum an seine Grenzen geführt. Und die Bühne ist dieses Mal um einiges spartanischer ausgefallen als zur letzten Tour. Einzig eine riesige LED-Kugel schwebt über den Musikern und strahlt in intensiven Farben den Glamour der großen Welt ins Stadion. Doch sind wir doch mal ehrlich – am Ende des Tages kommt es doch auf die Musiker & deren Lieder an und nicht auf den ganzen Firlefanz  drum herum. Und diese wurden mal wieder in bester Spielermanier von allen Beteiligten auf die Bühne gezaubert. So gingen die rund 120 Minuten (inkl. Zugaben) wie im Rausche vorbei, so dass man sich bereits beim Verlassen des Stadions fragen musste: Wo geht hier bitte zum nächsten Konzert?

Setlist

In Chains
Wrong
Hole To Feed
Walking In My Shoes
It’s No Good
A Question Of Time
Precious
Fly On The Windscreen
Little Soul
Home
Come Back
Peace
In Your Room
I Feel You
Policy Of Truth
Enjoy The Silence
Never Let Me Down Again

Zugaben:
Stripped
Master & Servant
Strangelove
Personal Jesus
Waiting For The Night